Die Pflegeberatung per Video als moderne Lösung für Angehörige

8. August 2024

 Die Pflegeberatung per Video als moderne Lösung für Angehörige

1. Einleitung

Die Pflege eines geliebten Menschen stellt viele Familien vor große Herausforderungen. Oftmals stehen Angehörige vor der Aufgabe, plötzlich und ohne ausreichende Vorbereitung in die Rolle eines Pflegenden zu schlüpfen. In solchen Situationen bietet die Pflegeberatung eine wertvolle Unterstützung, um notwendige Informationen, Hilfestellungen und emotionale Unterstützung zu erhalten.

1.1 Bedeutung der Pflegeberatung

Die Pflegeberatung ist ein essenzieller Bestandteil des deutschen Pflegesystems. Sie zielt darauf ab, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen umfassend zu informieren und zu unterstützen. Die Beratung umfasst dabei verschiedene Aspekte der Pflege, von der Organisation des Pflegealltags über rechtliche und finanzielle Fragen bis hin zur emotionalen Unterstützung.

Die Pflegeberatung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen: persönlich oder telefonisch. Seit 2022 hat jedoch die Pflegeberatung per Video zunehmend an Bedeutung gewonnen. Diese moderne Form der Beratung bietet zahlreiche Vorteile und ermöglicht es, Angehörige effizient und flexibel zu unterstützen.

1.2 Aktuelle Herausforderungen in der Pflege

Die demografische Entwicklung in Deutschland führt dazu, dass immer mehr Menschen pflegebedürftig werden. Gleichzeitig wächst der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften und umfassender Beratung. Viele Angehörige fühlen sich überfordert und allein gelassen, wenn sie plötzlich die Verantwortung für die Pflege eines geliebten Menschen übernehmen müssen. In ländlichen Regionen kommt hinzu, dass der Zugang zu professioneller Pflegeberatung oft eingeschränkt ist.

Die Digitalisierung bietet hier eine vielversprechende Lösung. Die Möglichkeit, Pflegeberatung per Video durchzuführen, schafft neue Wege der Unterstützung. Dies ist besonders wichtig in Zeiten, in denen persönliche Treffen, beispielsweise aufgrund von Pandemien oder anderen Einschränkungen, schwierig oder unmöglich sind.

In den folgenden Kapiteln werden wir genauer erläutern, was eine Pflegeberatung ist, wie sie online funktioniert und welche Vorteile sie insbesondere für Angehörige bietet. Zudem geben wir praktische Tipps, wie Sie eine erfolgreiche Video-Pflegeberatung durchführen können.

2. Was ist eine Pflegeberatung nach § 37 Absatz 3 SGB XI?

2.1 Definition und Ziele der Pflegeberatung

Die Pflegeberatung ist ein integraler Bestandteil des Pflegesystems in Deutschland und zielt darauf ab, pflegebedürftige Menschen sowie ihre Angehörigen umfassend zu informieren und zu unterstützen. Sie stellt sicher, dass die Pflegebedürftigen die bestmögliche Versorgung erhalten und die pflegenden Angehörigen die notwendigen Kenntnisse und Ressourcen zur Verfügung haben, um ihre Pflegeaufgaben effektiv zu erfüllen.

Ein spezieller Aspekt der Pflegeberatung ist der sogenannte Beratungseinsatz bei Pflegegeldbezug, der nach § 37 Absatz 3 SGB XI gesetzlich vorgeschrieben ist. Pflegebedürftige, die zu Hause ohne professionelle Hilfe gepflegt werden und Pflegegeld beziehen, müssen in regelmäßigen Abständen eine Pflegeberatung durchführen lassen. Diese Beratungen, auch als verpflichtende „Beratungseinsätze“ oder „Beratungsbesuche“ bekannt, sollen die Qualität der häuslichen Pflege sicherstellen und die pflegenden Angehörigen unterstützen.

2.2 Typische Themen und Inhalte der Beratung

Die Pflegeberatung deckt eine Vielzahl von Themen ab, die auf die individuellen Bedürfnisse der pflegebedürftigen Person und ihrer Angehörigen zugeschnitten sind. Zu den typischen Inhalten gehören:


  • Ermittlung des Hilfe- und Unterstützungsbedarfs
  • Analyse der aktuellen Pflegesituation
  • Einschätzung der Pflegebedürftigkeit
  • Besprechung der Bedürfnisse
  • Beratung über Leistungen
  • Pflegegeld und Pflegesachleistungen
  • Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen
  • Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
  • Erstellung eines individuellen Versorgungsplans
  • Konkrete Pflegemaßnahmen
  • Einsatz von Pflegehilfsmitteln
  • Rollenverteilung
  • Unterstützung bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen
  • Organisation der Pflegedienste
  • Beschaffung von Hilfsmitteln
  • Schulung und Anleitung der Pflegepersonen
  • Kontrolle der Maßnahmen und eventuelle Anpassung des Versorgungsplans
  • Überprüfung der Pflegequalität
  • Anpassung des Versorgungsplans
  • Information über Leistungen zur Entlastung der Pflegepersonen
  • Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege
  • Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen
  • Abschluss der Pflegeberatung und Beratungsprotokoll
  • Zusammenfassung der Beratung
  • Dokumentation des Versorgungsplans
  • Nächste Schritte


Die Beratungseinsätze sind ab Pflegegrad 2 verpflichtend und müssen in folgenden Intervallen durchgeführt werden:

  • Pflegegrad 2 und Pflegegrad 3: alle 6 Monate
  • Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5: alle 3 Monate


Personen mit Pflegegrad 1 sind nicht verpflichtet, den Beratungseinsatz nach § 37.3 SGB XI durchzuführen, haben jedoch das Recht, einmal im Jahr eine Beratung in Anspruch zu nehmen.

Für die Durchführung der Beratungseinsätze kommen in der Regel Mitarbeiter eines ambulanten Pflegedienstes oder eines von der Pflegekasse beauftragten Unternehmens ins Haus der Pflegebedürftigen.

Die Kosten für den Beratungsbesuch werden vollständig von der Pflegekasse übernommen, sodass keine finanziellen Belastungen für die pflegebedürftigen Personen entstehen.


Wir bieten diese Beratungen auch in Form von Videokonferenzen bundesweit an. Diese moderne Lösung ermöglicht es, die Beratung flexibel und zeitsparend zu gestalten, insbesondere in ländlichen Regionen oder in Zeiten, in denen persönliche Treffen erschwert sind.


Vereinbaren Sie jetzt einen Termin!

3. Die Pflegeberatung per Video: Wie funktioniert das?

Die Digitalisierung hat viele Bereiche unseres Lebens verändert und erweitert, darunter auch die Pflegeberatung. Die Möglichkeit, Pflegeberatung per Video durchzuführen, eröffnet neue Wege der Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Doch wie funktioniert diese Form der Beratung genau? 

3.1 Technische Voraussetzungen und Ablauf

Um an einer Video-Pflegeberatung teilnehmen zu können, sind einige technische Voraussetzungen erforderlich:



  • Internetverbindung: Eine stabile Internetverbindung ist unerlässlich, um eine reibungslose Videokonferenz zu gewährleisten.
  • Gerät mit Kamera und Mikrofon: Ein Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone mit integrierter Kamera und Mikrofon wird benötigt, um die Videoübertragung zu ermöglichen.
  • Software: Eine geeignete Videokonferenz-Software muss installiert sein. Die genauen Anforderungen können je nach verwendeter Plattform variieren.

3.2 Der Ablauf einer Video-Pflegeberatung 

  1. Terminvereinbarung: Sie vereinbaren einen Termin für die Videoberatung, entweder telefonisch oder online.
  2. Einladungslink: Vor dem Termin erhalten Sie einen Einladungslink zur Videokonferenz per E-Mail oder SMS.
  3. Vorbereitung: Zum vereinbarten Zeitpunkt klicken Sie auf den Link und treten der Videokonferenz bei. Stellen Sie sicher, dass Ihr Gerät und Ihre Internetverbindung funktionieren und Sie sich in einer ruhigen Umgebung befinden.
  4. Durchführung der Beratung: Ein Berater oder eine Beraterin führt das Gespräch durch, ähnlich wie bei einem persönlichen Besuch.


Die Pflegeberatung per Video bietet eine moderne und flexible Möglichkeit, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen zu unterstützen. Durch die Nutzung der entsprechenden technischen Mittel können diese Beratungen effizient und sicher durchgeführt werden, sodass Sie die bestmögliche Unterstützung erhalten.


Weitere Informationen zu der Pflegeberatung per Videokonferenz

4. Vorteile der Video-Pflegeberatung für Angehörige

Die Pflegeberatung per Video bietet eine Vielzahl von Vorteilen, insbesondere für Angehörige von pflegebedürftigen Personen. Diese moderne Form der Beratung ermöglicht es, Unterstützung und Beratung auf eine Weise zu erhalten, die flexibel, zeitsparend und individuell ist. 

4.1 Flexibilität und Erreichbarkeit

Die Video-Pflegeberatung bietet eine hohe Flexibilität und Erreichbarkeit, die bei herkömmlichen Beratungsmethoden oft nicht gegeben ist. Angehörige können Beratungstermine einfacher und kurzfristiger vereinbaren, da die räumliche Nähe zum Beratungsdienst nicht mehr erforderlich ist. Dies ist besonders wertvoll in ländlichen Gebieten, wo der Zugang zu professioneller Pflegeberatung eingeschränkt sein kann.


  • Einfache Terminvereinbarung: Flexiblere und kurzfristige Terminabsprachen möglich.
  • Keine räumlichen Beschränkungen: Unabhängigkeit von der geografischen Nähe zu Beratungsdiensten.
  • Erreichbarkeit in ländlichen Gebieten: Bessere Unterstützung auch in Regionen mit eingeschränktem Zugang zu Pflegeberatungen.
  • Flexible Tageszeiten: Beratungen sind auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten möglich.
  • Reduziertes Infektionsrisiko: Keine physischen Treffen erforderlich, wodurch das Risiko von Infektionen, insbesondere für pflegebedürftige Personen mit geschwächtem Immunsystem, minimiert wird.
  • Umweltfreundlichkeit: Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch den Wegfall von Anfahrtswegen und Reisen.

4.2 Individuelle und persönliche Betreuung

Trotz der digitalen Natur der Video-Pflegeberatung bleibt die individuelle und persönliche Betreuung erhalten. Berater können sich weiterhin intensiv mit den spezifischen Bedürfnissen und Fragen der pflegebedürftigen Person und ihrer Angehörigen auseinandersetzen. Durch die visuelle Kommunikation ist es möglich, Mimik und Gestik zu sehen, was die Verständigung erleichtert und Missverständnisse reduziert.


  • Visuelle Kommunikation: Mimik und Gestik erleichtern die Verständigung und reduzieren Missverständnisse.
  • Teilnahme mehrerer Familienmitglieder: Gemeinsame Beratungsgespräche, auch wenn Angehörige an unterschiedlichen Orten sind.
  • Gezielte Tipps und Empfehlungen: Einblick in die häusliche Umgebung ermöglicht konkrete Ratschläge und direkte Umsetzung.
  • Individuelle Anpassung: Beratungsgespräche werden auf die spezifischen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen zugeschnitten.



Insgesamt bietet die Video-Pflegeberatung eine moderne und effektive Möglichkeit, pflegebedürftige Personen und ihre Angehörigen zu unterstützen. Durch die Kombination von Zeit- und Kostenersparnis, hoher Flexibilität und individueller Betreuung stellt sie eine wertvolle Ergänzung zu traditionellen Beratungsformen dar und trägt maßgeblich dazu bei, die Herausforderungen der häuslichen Pflege besser zu bewältigen.

5. FAQ’s 

5.1 Welche Vorteile bietet die Video-Pflegeberatung für Angehörige?

Die Video-Pflegeberatung bietet zahlreiche Vorteile für Angehörige. Sie spart Zeit und ermöglicht eine hohe  Flexibilität, da Termine einfacher und auch kurzfristig vereinbart werden können. Die Beratung kann bequem von zu Hause aus erfolgen, was besonders in ländlichen Gebieten oder bei eingeschränkter Mobilität von großem Vorteil ist. Darüber hinaus ermöglicht die visuelle Kommunikation eine persönliche und individuelle Betreuung.

5.2 Wie kann die Video-Pflegeberatung meinen Alltag als pflegender Angehöriger erleichtern?

Die Video-Pflegeberatung erleichtert Ihren Alltag, indem sie Ihnen flexible Beratungszeiten bietet, die sich leichter in Ihren Tagesablauf integrieren lassen. Sie erhalten praktische Tipps und Unterstützung bei der Pflege Zuhause. Zudem können mehrere Familienmitglieder an der Beratung teilnehmen, auch wenn sie sich an verschiedenen Orten befinden, was die gemeinsame Entscheidungsfindung erleichtert.

5.3 Kann ich die Video-Pflegeberatung auch nutzen, wenn ich technische Herausforderungen befürchte?

Ja, die Video-Pflegeberatung ist darauf ausgelegt, auch von Personen mit geringer technischer Erfahrung genutzt zu werden. Wir bieten eine einfache und benutzerfreundliche Plattform, die leicht zu bedienen ist. Bei technischen Fragen oder Problemen stehen wir Ihnen stets zur Seite, um Sie Schritt für Schritt durch den Prozess zu führen und sicherzustellen, dass die Beratung reibungslos verläuft.


Sie haben Fragen?

Kontaktieren Sie uns jeder Zeit gerne!

von Sebastian Arlt 3. Juli 2026
Hauswirtschaftliche Hilfe im Rhein-Main-Gebiet: Unterstützung im Haushalt über die Pflegekasse finanzieren Wenn Eltern oder andere nahestehende Menschen ihren Haushalt nicht mehr allein bewältigen können, stehen Angehörige oft vor einer schwierigen Situation. Beruf, eigene Familie und die Sorge um die Eltern lassen wenig Zeit, zusätzlich regelmäßig zu putzen, Wäsche zu machen oder Einkäufe zu übernehmen. Was viele Familien nicht wissen: Bereits ab Pflegegrad 1 kann die Pflegekasse hauswirtschaftliche Unterstützung mitfinanzieren. Dafür gibt es den sogenannten Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI. Dieser beträgt aktuell bis zu 131 € monatlich und kann für anerkannte Unterstützungsleistungen im Alltag genutzt werden. Das gilt auch für Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1, die zu Hause versorgt werden. Der Pflegedienst Arlt bietet hauswirtschaftliche Hilfe im gesamten Rhein-Main-Gebiet an. Unser regulärer Einsatzrhythmus beträgt zwei Stunden alle zwei Wochen. Dieser feste Ablauf hilft uns, Einsätze zuverlässig zu planen und möglichst kontinuierlich dieselben Mitarbeitenden einzusetzen. Was gehört zur hauswirtschaftlichen Hilfe? Hauswirtschaftliche Hilfe umfasst praktische Unterstützung im Haushalt. Sie richtet sich an Menschen, die zu Hause leben, aber bestimmte Aufgaben im Alltag nicht mehr allein schaffen oder nur noch mit großer Anstrengung erledigen können. Im Vordergrund steht nicht nur ein sauberer Haushalt. Es geht auch darum, den Alltag zu stabilisieren, Angehörige zu entlasten und ein möglichst langes Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Typische Leistungen im Haushalt Zur hauswirtschaftlichen Unterstützung gehören zum Beispiel: Reinigung der Wohnung Staubsaugen und Wischen Reinigung von Bad und Küche Wäsche waschen, aufhängen, zusammenlegen oder bügeln Bettwäsche wechseln Einkäufe und Besorgungen des täglichen Bedarfs Müll entsorgen einfache Unterstützung bei Ordnung und Alltagstätigkeiten Der genaue Umfang richtet sich nach der persönlichen Situation im Haushalt. Entscheidend ist, welche Hilfe regelmäßig benötigt wird und welche Aufgaben für die betroffene Person oder die Angehörigen zur Belastung geworden sind. Warum ein Pflegedienst statt einer privaten Haushaltshilfe? Ein zugelassener Pflegedienst kann hauswirtschaftliche Leistungen unter bestimmten Voraussetzungen über Pflegekassen-Budgets abrechnen. Für Familien bedeutet das mehr Sicherheit, klare Abläufe und eine verlässliche Organisation. Außerdem arbeiten wir mit festen Einsatzplänen und eingearbeiteten Mitarbeitenden. Gerade im Haushalt älterer Menschen ist Vertrauen wichtig. Viele Kundinnen und Kunden möchten nicht ständig neue Personen in der Wohnung haben. Deshalb setzen wir auf Kontinuität, feste Zeiten und möglichst gleichbleibende Mitarbeitende. Der Entlastungsbetrag: 131 € monatlich ab Pflegegrad 1 Jede Person mit anerkanntem Pflegegrad, die zu Hause versorgt wird, hat Anspruch auf den Entlastungsbetrag. Dieser beträgt aktuell bis zu 131 € monatlich. Im Jahr sind das bis zu 1.572 €. Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden. Er wird also nicht einfach ausgezahlt, sondern kann für anerkannte Unterstützungsleistungen eingesetzt werden. Dazu kann auch hauswirtschaftliche Hilfe gehören. Besonders wichtig bei Pflegegrad 1 Gerade bei Pflegegrad 1 ist der Entlastungsbetrag besonders wichtig. Denn bei Pflegegrad 1 gibt es noch kein reguläres Pflegegeld und keine regulären ambulanten Pflegesachleistungen wie bei höheren Pflegegraden. Das bedeutet: Die 131 € monatlich sind bei Pflegegrad 1 oft die zentrale Möglichkeit, um Unterstützung im Haushalt über die Pflegekasse zu finanzieren. Nicht genutzte Beträge können angespart werden Nicht genutzte Beträge müssen nicht sofort im jeweiligen Monat verbraucht werden. Sie können innerhalb des Kalenderjahres angesammelt werden. Restbeträge aus einem Kalenderjahr können in der Regel noch bis zum 30. Juni des Folgejahres genutzt werden. Das ist besonders hilfreich, wenn hauswirtschaftliche Hilfe nicht direkt ab Beginn des Pflegegrades organisiert wurde. In vielen Fällen kann dadurch bereits ein Guthaben vorhanden sein, das für regelmäßige Unterstützung eingesetzt werden kann. Hauswirtschaftliche Hilfe im gesamten Rhein-Main-Gebiet Der Pflegedienst Arlt bietet hauswirtschaftliche Versorgung im gesamten Rhein-Main-Gebiet an. Dazu gehören je nach Kapazität und Tourenplanung Städte und Gemeinden in der Region rund um Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Offenbach, Hanau, Rüsselsheim und das umliegende Gebiet. Für Angehörige ist ein gut organisierter Anbieter in der Region besonders wichtig. Viele Kinder wohnen nicht direkt bei ihren Eltern oder arbeiten in einer anderen Stadt im Rhein-Main-Gebiet. Eine verlässliche hauswirtschaftliche Unterstützung sorgt dafür, dass regelmäßig jemand vor Ort ist und der Haushalt nicht dauerhaft an den Angehörigen hängen bleibt. Unterstützung für Familien in der gesamten Region Ob in einer Großstadt, im Umland oder in kleineren Orten des Rhein-Main-Gebiets: Der Bedarf ist oft derselbe. Ältere Menschen möchten möglichst lange zu Hause wohnen bleiben, schaffen aber schwere oder regelmäßige Haushaltsaufgaben nicht mehr allein. Hauswirtschaftliche Hilfe kann genau hier unterstützen. Sie entlastet die pflegebedürftige Person und gleichzeitig die Angehörigen. Warum regionale Einsatzplanung wichtig ist Hauswirtschaftliche Hilfe funktioniert nur dann gut, wenn die Einsätze zuverlässig geplant werden können. Gerade im Rhein-Main-Gebiet mit vielen Städten, Verkehrswegen und unterschiedlichen Entfernungen ist eine stabile Tourenplanung entscheidend. Deshalb arbeiten wir mit festen Rhythmen und klaren Einsatzzeiten. So können wir besser planen, Wege sinnvoll verbinden und eher gewährleisten, dass möglichst dieselben Mitarbeitenden regelmäßig in denselben Haushalt kommen. Unser Rhythmus: Zwei Stunden alle zwei Wochen Beim Pflegedienst Arlt bieten wir hauswirtschaftliche Hilfe grundsätzlich in einem festen Rhythmus an: zwei Stunden alle zwei Wochen. Weniger bieten wir bewusst nicht an. Der Grund ist einfach: Kurze oder unregelmäßige Einsätze lassen sich schlechter planen. Sie führen häufig dazu, dass immer wieder andere Mitarbeitende kommen müssen. Genau das ist ein Problem, über das sich viele Familien bei hauswirtschaftlicher Hilfe beschweren. Warum wir keine kürzeren Einsätze anbieten Unser Ziel ist nicht, möglichst viele kleine Einzeltermine zu vergeben. Unser Ziel ist, verlässliche Unterstützung mit möglichst hoher Kontinuität anzubieten. Mit einem festen Einsatz von zwei Stunden alle 14 Tage können wir Touren besser planen. Dadurch können wir eher gewährleisten, dass möglichst dieselben Mitarbeitenden regelmäßig in denselben Haushalt kommen. Das schafft Vertrauen. Die Mitarbeitenden kennen den Haushalt, wissen, worauf geachtet werden muss, und die Kundinnen und Kunden müssen nicht jedes Mal neu erklären, was wichtig ist. Qualität braucht gute Planung und faire Arbeitsbedingungen Hauswirtschaftliche Hilfe ist Vertrauensarbeit. Die Mitarbeitenden arbeiten in privaten Wohnungen, oft bei älteren oder eingeschränkten Menschen. Dafür braucht es Zuverlässigkeit, Sorgfalt und ein gutes Gespür für die Situation vor Ort. Deshalb achten wir auf gute Organisation, faire Arbeitsbedingungen und eine stabile Einsatzplanung. Nur so lassen sich zuverlässige Mitarbeitende langfristig halten. Das ist ein wichtiger Grund für eine gleichbleibend hohe Qualität und hohe Kundenzufriedenheit. Warum der Entlastungsbetrag allein oft nicht ausreicht Der Entlastungsbetrag ist ein wichtiger Einstieg in die Finanzierung hauswirtschaftlicher Hilfe. Für regelmäßige Unterstützung im festen Rhythmus reicht er allein jedoch häufig nicht vollständig aus. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass Familien die Differenz vollständig privat tragen müssen. Je nach Pflegegrad und persönlicher Situation können weitere Pflegekassen-Budgets genutzt oder kombiniert werden. Besonders wichtig sind dabei: angesparte Entlastungsbeträge der Umwandlungsanspruch ab Pflegegrad 2 Verhinderungspflege ab Pflegegrad 2 unter bestimmten Voraussetzungen Ziel ist, die vorhandenen Ansprüche sinnvoll zu nutzen und unnötige Eigenanteile möglichst zu vermeiden. Umwandlungsanspruch: Mehr Budget ab Pflegegrad 2 Ab Pflegegrad 2 können bis zu 40 % der nicht genutzten ambulanten Pflegesachleistungen für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag genutzt werden. Dazu kann auch hauswirtschaftliche Hilfe gehören, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Dieser sogenannte Umwandlungsanspruch ist für viele Familien interessant, weil dadurch deutlich mehr praktische Unterstützung möglich wird. Warum der Umwandlungsanspruch finanziell oft sinnvoll ist Viele Angehörige denken zunächst: Wenn zusätzliche Leistungen genutzt werden, fällt derselbe Betrag beim Pflegegeld weg. Das stimmt so jedoch nicht. Der Betrag wird nicht einfach eins zu eins vom Pflegegeld abgezogen. Stattdessen wird anteilig gerechnet. Dadurch kann der tatsächliche Rückgang beim Pflegegeld geringer sein als der zusätzliche Leistungswert, der für Unterstützung im Haushalt genutzt wird. Anders gesagt: Familien können über den Umwandlungsanspruch oft mehr praktische Hilfe erhalten, als sie durch eine reine Selbstzahlung finanzieren würden. Praktischer Vorteil für Familien Der Umwandlungsanspruch kann helfen, den Eigenanteil deutlich zu reduzieren. Gerade wenn der Entlastungsbetrag von 131 € monatlich nicht ausreicht, ist diese Möglichkeit häufig sinnvoll. So kann regelmäßige hauswirtschaftliche Hilfe besser finanziert werden, ohne dass Familien die gesamten Mehrkosten privat tragen müssen. Wann der Umwandlungsanspruch besonders interessant ist Der Umwandlungsanspruch kann besonders dann sinnvoll sein, wenn: ein Pflegegrad ab 2 vorliegt ambulante Pflegesachleistungen nicht vollständig ausgeschöpft werden regelmäßig hauswirtschaftliche Unterstützung benötigt wird Angehörige entlastet werden sollen der Entlastungsbetrag allein nicht ausreicht Welche Lösung im Einzelfall passt, hängt vom Pflegegrad, den bereits genutzten Leistungen und dem tatsächlichen Unterstützungsbedarf ab. Verhinderungspflege für hauswirtschaftliche Unterstützung Auch Verhinderungspflege kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Rolle spielen. Sie kommt infrage, wenn eine private Pflegeperson vorübergehend verhindert ist. Das kann zum Beispiel der Fall sein bei: Urlaub Krankheit beruflichen Verpflichtungen eigener Überlastung Terminen oder familiären Verpflichtungen Verhinderungspflege ab Pflegegrad 2 Verhinderungspflege kommt grundsätzlich ab Pflegegrad 2 infrage. Seit dem 1. Juli 2025 gibt es einen gemeinsamen Jahresbetrag für Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege. Dieser beträgt im Jahr 2026 bis zu 3.539 € pro Kalenderjahr. Ob und in welchem Umfang Verhinderungspflege für hauswirtschaftliche Unterstützung genutzt werden kann, hängt von der konkreten Situation und den Voraussetzungen der Pflegekasse ab. Sinnvoll bei Entlastung der Angehörigen Verhinderungspflege ist besonders dann interessant, wenn Angehörige regelmäßig helfen, aber vorübergehend entlastet werden müssen. Wenn zum Beispiel Tochter oder Sohn normalerweise den Haushalt der Eltern mit übernehmen, dies aber zeitweise nicht leisten können, kann Verhinderungspflege eine zusätzliche Finanzierungsmöglichkeit sein. Für wen ist hauswirtschaftliche Hilfe geeignet? Hauswirtschaftliche Hilfe eignet sich für Menschen, die zu Hause leben und Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben benötigen. Besonders häufig melden sich Angehörige, die merken, dass der Haushalt der Eltern zunehmend schwieriger wird. Oft funktioniert vieles noch selbstständig, aber schwere oder regelmäßige Aufgaben werden zur Belastung. Beispiel 1: Die Mutter mit Pflegegrad 1 Die Mutter lebt noch allein in ihrer Wohnung. Sie kommt im Alltag grundsätzlich zurecht, aber Staubsaugen, Wischen, Badreinigung und Bettwäschewechsel werden immer anstrengender. In diesem Fall kann der Entlastungsbetrag genutzt werden, um hauswirtschaftliche Hilfe zu finanzieren. Bei Pflegegrad 1 ist das besonders wichtig, weil noch kein reguläres Pflegegeld zur Verfügung steht. Beispiel 2: Angehörige wohnen nicht direkt vor Ort Viele Angehörige wohnen oder arbeiten in Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Offenbach oder einer anderen Stadt im Rhein-Main-Gebiet. Sie können nicht regelmäßig den Haushalt der Eltern übernehmen. Ein fester Einsatzrhythmus gibt Sicherheit. Die Angehörigen wissen, dass regelmäßig jemand kommt, unterstützt und auch Veränderungen im Haushalt wahrnimmt. Beispiel 3: Die Pflege läuft, aber der Haushalt bleibt liegen In vielen Familien übernehmen Angehörige bereits viel: Arzttermine, Organisation, Einkäufe, Begleitung im Alltag oder andere Unterstützungsaufgaben. Der Haushalt bleibt dann oft zusätzlich an ihnen hängen. Genau hier kann hauswirtschaftliche Hilfe entlasten. Sie nimmt praktische Aufgaben ab und schafft Freiraum für Angehörige. So läuft die hauswirtschaftliche Hilfe beim Pflegedienst Arlt ab Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten. Ziel ist, schnell zu klären, welche Unterstützung benötigt wird und wie die Finanzierung organisiert werden kann. 1. Kontakt aufnehmen Sie melden sich telefonisch oder über das Kontaktformular. Auch Angehörige können die erste Anfrage für ihre Eltern oder Familienmitglieder stellen. Im ersten Schritt klären wir, wo im Rhein-Main-Gebiet die Unterstützung benötigt wird, welche Aufgaben anfallen und ob bereits ein Pflegegrad vorhanden ist. 2. Bedarf und Einsatzrhythmus klären Wir besprechen, welche hauswirtschaftlichen Aufgaben regelmäßig übernommen werden sollen. Unser Standard ist ein Einsatz von zwei Stunden alle zwei Wochen. Mehr Unterstützung ist nach Absprache möglich. Weniger oder sehr unregelmäßige Einsätze bieten wir bewusst nicht an, weil dadurch die Kontinuität und Planbarkeit leiden würden. 3. Pflegekassen-Budget prüfen Wenn ein Pflegegrad vorhanden ist, wird geprüft, welches Budget genutzt werden kann. Möglich sind je nach Situation: Entlastungsbetrag angesparte Entlastungsbeträge Umwandlungsanspruch ab Pflegegrad 2 Verhinderungspflege ab Pflegegrad 2 unter bestimmten Voraussetzungen So lässt sich häufig vermeiden, dass Familien unnötig viel privat zahlen. 4. Abrechnung organisieren Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Abrechnung über eine Abtretungserklärung direkt mit der Pflegekasse erfolgen. Das bedeutet: Die erstattungsfähigen Leistungen werden direkt mit der Pflegekasse abgerechnet. Sollte ein Eigenanteil entstehen, wird dieser vorher transparent besprochen. 5. Feste Einsätze starten Nach der Abstimmung werden feste Termine geplant. Unser Ziel ist, möglichst dieselben Mitarbeitenden regelmäßig in denselben Haushalt zu schicken. Bei Urlaub oder Krankheit kann eine Vertretung notwendig sein. Grundsätzlich planen wir aber auf Kontinuität, weil genau das für viele Familien der wichtigste Qualitätsfaktor ist. Häufige Fragen zur hauswirtschaftlichen Hilfe im Rhein-Main-Gebiet Bekommt man Haushaltshilfe schon bei Pflegegrad 1? Ja. Der Entlastungsbetrag von 131 € monatlich steht bereits ab Pflegegrad 1 zur Verfügung, wenn die Person zu Hause versorgt wird. Gerade bei Pflegegrad 1 ist dieser Betrag besonders wichtig, weil noch kein reguläres Pflegegeld gezahlt wird. Reichen die 131 € monatlich für regelmäßige Hilfe aus? Für regelmäßige hauswirtschaftliche Hilfe im festen Rhythmus reicht der Entlastungsbetrag häufig nicht vollständig aus. Er deckt aber einen wichtigen Teil der Kosten. Zusätzlich können je nach Pflegegrad weitere Budgets genutzt werden, zum Beispiel der Umwandlungsanspruch oder unter bestimmten Voraussetzungen Verhinderungspflege. Warum bietet Pflegedienst Arlt keine kürzeren Einsätze an? Weil wir Verlässlichkeit und Qualität sicherstellen möchten. Mit festen Zwei-Stunden-Einsätzen alle zwei Wochen können wir besser planen und eher gewährleisten, dass möglichst gleichbleibende Mitarbeitende kommen. Das schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass die Unterstützung im Haushalt nicht jedes Mal neu organisiert werden muss. Kommt immer dieselbe Person? Unser Ziel ist, möglichst kontinuierlich dieselben Mitarbeitenden einzusetzen. Das gelingt durch feste Rhythmen, stabile Tourenplanung und klare Einsatzzeiten. Bei Urlaub oder Krankheit kann eine Vertretung notwendig sein. Kann ich als Tochter oder Sohn die Hilfe für meine Eltern organisieren? Ja. Angehörige können die hauswirtschaftliche Hilfe für ihre Eltern oder Familienmitglieder anfragen und mitorganisieren. Das ist besonders hilfreich, wenn Angehörige berufstätig sind oder nicht direkt in der Nähe wohnen. Muss ich die Leistungen selbst bei der Pflegekasse einreichen? In vielen Fällen nicht. Wenn eine Abtretungserklärung vorliegt und die Voraussetzungen erfüllt sind, können erstattungsfähige Leistungen direkt mit der Pflegekasse abgerechnet werden. Sollte ein Eigenanteil entstehen, wird dieser vorher transparent erklärt. In welchen Orten ist Pflegedienst Arlt tätig? Pflegedienst Arlt bietet hauswirtschaftliche Hilfe im gesamten Rhein-Main-Gebiet an. Je nach Kapazität und Tourenplanung sind Einsätze in Städten und Gemeinden rund um Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Offenbach, Hanau, Rüsselsheim und dem umliegenden Gebiet möglich. Jetzt hauswirtschaftliche Hilfe im Rhein-Main-Gebiet anfragen Sie möchten wissen, ob hauswirtschaftliche Unterstützung für Ihre Eltern oder Angehörigen infrage kommt? Dann melden Sie sich beim Pflegedienst Arlt. Wir erklären Ihnen, wie unser Einsatzrhythmus funktioniert, welche Pflegekassen-Budgets genutzt werden können und wie die Abrechnung organisiert wird. Mit festen Einsätzen alle zwei Wochen, fairen Arbeitsbedingungen und möglichst gleichbleibenden Mitarbeitenden schaffen wir verlässliche Unterstützung im Haushalt. Pflegedienst Arlt. Hauswirtschaftliche Versorgung im Rhein-Main-Gebiet mit festen Einsatzzeiten, transparenter Abrechnung und möglichst hoher personeller Kontinuität.
von Sebastian Arlt 9. Juni 2026
Ein Gesetz, das die Pflege stärken soll und genau das Gegenteil bewirkt 
von Sebastian Arlt 31. Mai 2026
Beratungsgespräch nach § 37.3 SGB XI per Videocall: Pflegeberatung bequem von zu Hause
von Sebastian Arlt 19. September 2024
Erfahren Sie alles Wichtige über den Entlastungsbetrag für pflegende Angehörige – von der Nutzung über die Vorteile, bis hin zu den verschiedenen Leistungen. Einfach und verständlich erklärt.
von Sebastian Arlt 4. September 2024
Erfahren Sie in unserem Blogartikel, welche Unterstützungen Ihnen bei jedem Pflegegrad zustehen.
von Pflegedienst Arlt 19. März 2024
Pflegeversicherung: Ein Labyrinth der Verwirrung: